(Von Bernhard Salomon, Verleger) In den Manuskripten gerade von unerfahrenen Autoren stoße ich immer wieder auf das Problem verwechselbarer Namen.  Da heißen vier Frauen dann zum Beispiel Magda, Lara, Anna und Tamara. Umso problematischer ist das, wenn dem Autor noch die Erfahrung fehlt, jede Figur bei jedem Auftritt allein durch ihren Habitus und ihre Sprache identifizierbar zu machen. Ich zumindest kann mir dann nie merken, wer wer ist. Bei Magda, Beatrice, Sophie und Lilly würde ich mir schon leichter tun.

Als ich selbst noch Romane und Kurzgeschichten schrieb, gewohnte ich mir auch rasch ab, auf „s“ endende Namen zu verwenden. Dies, weil das im Genitiv nervt. Hans´ Auto, das liest sich einfach nicht so angenehm wie Karls Auto.

Achte auch darauf, ob deine Figur ihren Namen vielleicht selbst mitbringt. Gestern erzählte mir eine Autorin, die gerade an ihrem zweiten Thriller schreibt, was sie alles gelernt hat, wie sie viele Schreibregeln bereits verinnerlicht hat, wie sie nicht mehr so viel nachdenken muss und wie jetzt die ganze Geschichte viel natürlicher aus sich selbst heraus entsteht. „Früher musste ich immer lange über die Namen nachdenken und Namenslisten googeln“, sagte sie. „Es ist merkwürdig, aber jetzt entstehen sie wie von selbst, sie tauchen mit der Figur auf.“

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