Jüngst bewarb sich eine Studienabgängerin für eine bei uns im Verlag vakante Stelle. Ich fragte sie, wie vertraut sie mit der deutschen Sprache sei. „Die Grundregeln kenne ich alle“, sagte sie.

Ich bat sie, mir eine zu nennen. „Das Wort ‚dass‘ ist meist überflüssig“, sagte sie.

Ich war beeindruckt. Als jungem Autor hatte mir eine Lektorin meines damaligen Verlages gesagt, ich würde dieses Bindewort zu oft verwenden. Seither versuche ich es zu vermeiden.  Doch die daraus ableitbare Regel für anspruchsvolles Deutsch war mir noch nicht in den Sinn gekommen.

Tatsächlich hatten die Bewerberin und die Lektorin recht. Wo sich das Wort „dass“ vermeiden lässt, wird der Satz meist eleganter. Nehmen wir den ersten Satz des zweiten Absatzes in diesem Beitrag in der Version mit „dass“: Als jungem Autor hatte mir eine Lektorin meines damaligen Verlages gesagt, dass ich dieses Bindewort zu oft verwende.

Alles klar, oder? Also denk daran, das „dass“ ist meistens überflüssig.

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