nachrichten aus einem Buchverlag

Ignoriere in „Ha!“-Momenten die Enter-Taste

Du kennst bestimmt die „Ha!“-Momente beim Schreiben. Deine Figur sagt einen perfekten Satz, dir ist eine Zwischenpointe gelungen oder ein kleiner Kreis schließt sich auf befriedigende Weise. In so einem Moment drängt sich dir das Bedürfnis auf, zweimal „Enter“ zu drücken.

Voll auf Zug vom Start weg

Vor den Skirennen in Kitzbühel las ich unter der Überschrift „Voll auf Zug vom Start weg“ auf der ORF-Seite einen Beitrag, der den Rennläufer Hannes Reichelt zitierte: „Wenn du im Starthaus stehst, denkst du dir, es hilft ja nichts, du musst schauen, dass du die ersten Tore gleich voll auf Zug fährst“, so der spätere Dritte der Abfahrt.

Hemingways Geheimnis

Gestern Abend hat es noch funktioniert: Ein Satz nach dem anderen. Kein Problem. Du hattest Spaß. Doch heute setzt du dich an den Schreibtisch und nichts bewegt sich. Du findest den Zugang zu deiner eigenen Geschichte nicht mehr. Du holst dir deinen dritten Kaffee, raufst dir die Haare, grübelst. Der Schwung fehlt.

Drei Monate Selbsterfahrung als Krimi-Erfolgsrezept

Bernhard Aichner gehört seit kurzem zu den Autoren, vor denen ich Respekt habe, ohne je ein Buch von ihnen gelesen zu haben. Das liegt an der demnächst erscheinenden Kronenzeitung-Sonderausgabe Verbrechen, in der die Herausgeberin Martina Prewein Mordfälle analysiert, und die ich schon vorab lesen durfte.

Ein Hotel ist ein Hotel

Die Schulen vermitteln im Deutschunterricht traditionell auch viel Blödsinn. Dazu gehört der unbedingte Verzicht auf Wortwiederholungen. Brich mit diesem Dogma, wenn du einen professionellen Text schreiben willst.

Schreibübung für Grübler

Manchmal nehmen Nachwuchs-Autoren einfach deshalb eine unnatürliche innere Haltung ein, weil sie beim Schreiben an das Publizieren denken. Sie denken an Spalten oder an sauber gestaltete Buchseiten und daran, wie „man schreibt“. Sie sehen sich als „Autoren“ und nicht mehr als Menschen, die anderen Menschen etwas schriftlich mitteilen. Ihre Texte werden dann hölzern oder sogar unverständlich.

Du musst nur fragen

Beim Schreiben stößt du auf Probleme, die du lösen musst, um weiterzukommen. Wie die Handlung weitergeht, wie du mehr Spannung hineinbekommst oder welches Profil du einer Figur geben sollst. Findest du die Antwort nicht, stehst du an.

Das wahre Geheimnis erfolgreicher Schriftsteller

Schlimm ist beim Schmerz, dass die Umwelt so unwirklich wird und dass man niemand anderem mehr helfen kann.

Die prompte, professionelle Kommunikationsbereitschaft von Herrn und Frau F.: sie erscheint als eine ständige Einmischung in andre.

Serie: 20 Dinge, auf die du als Autor besser verzichtest. (Teil 20)

20. Verzichte auf Zitate