nachrichten aus einem Buchverlag

Es kommt auf die ersten drei Absätze an

Von Bernhard Salomon

Die ersten dreißig Seiten müssen überzeugen, heißt es. Wenn ein Buch Leser bis dahin nicht fesselt, legen sie es wieder weg. Was bedeuten würde, dass Autoren bei ihren Manuskriptangeboten vor allem auf diese ersten dreißig Seiten achten müssen. Doch das stimmt so eigentlich nicht. Ganz besonders stimmt es nicht für Autoren, die noch keiner kennt.

Stil ist die Funktion des Inhalts

Viele Menschen beginnen mit dem Schreiben, weil sie eine Geschichte zu erzählen haben. Oft wissen sie aber nicht, wie sie diese Geschichte erzählen sollen (das muss kein Problem sein, wie sie hier lesen können). Noch schwieriger wird es jedoch, wenn der umgekehrte Fall eintritt – wenn sich also Autoren sicher sind, auf welche Art sie erzählen wollen – ohne zu wissen, was.
Von Maximilian Hauptmann

Auf einmal geht es um etwas

Von Bernhard Salomon

Vor zehn Jahren legte mir ein damals 22-jähriger Autor ein Manuskript vor, das eine eigenartige Wirkung auf mich hatte. Ich wusste nicht genau, wovon es handelt, aber der Text hatte ein Charisma, das ich mir nicht erklären konnte. Ich glaubte an diesen Autor und arbeitete mit ihm.

Island, die Insel der Bücher

Island hat sich in den letzten Wochen in die Herzen vieler Fußballfans gespielt. Doch was wenige wissen: es ist auch ein Land mit einer unglaublichen literarischen Tradition. Auf 300.000 Einwohner kommen 40 Buchverlage, also einer auf alle 7.500 Isländer. Mehr über dieses Phänomen im heutigen Blogeintrag.

Von Maximilian Hauptmann

Frauen schreiben billiger

Von Bernhard Salomon

Jüngst sprach ich in München mit zwei männlichen Kollegen über die Frage, ob wir mit einem Sachbuchthema, das wir besetzen wollten, einen Autor oder eine Autorin beauftragen sollten. Das Lektorat hatte zwei Vorschläge gemacht. Mit dem Autor hatte ich bereits verhandelt, dann war die Autorin als zweite Option aufgetaucht. Sowohl der Autor als auch die Autorin waren kompetent und fanden das Thema gut. Wir hatten die Wahl.

Ein ganzes Buch in einem Satz

Nachdem ich bereits letzte Woche über das Kino geschrieben habe, möchte ich dieses Mal zwei weitere Filmemacher vorstellen. Genauer gesagt, ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie in einem einzigen Zitat ein Rezept für eine große Geschichte finden können.

Von Maximilian Hauptmann

Das Buch behauptet sich gegen das Internet

Von Bernhard Salomon

Wegen der Konkurrenz aus dem Internet bei Medien muss die Handelskette Libro ihre Filialen umbauen. Filme und Musik sind wegen der Möglichkeiten zum Download kaum noch gefragt und bekommen weniger Regalmeter. Das Buch hingegen bekommt mehr, denn seine angekündigte Ablöse durch das E-Book ist ausgeblieben. Das E-Book hat nur wenige Prozent Marktanteil erreicht und die Nachfrage danach ist rückläufig. „Das Buch“, sagte der zuständige Libro-Einkäufer bei unseren jüngsten Gesprächen über unser Herbstprogramm, „ist ein stabiler und verlässlicher Umsatzbringer, der sich gegen das Internet behauptet.“

„… passt derzeit nicht in unser Programm“

Von Bernhard Salomon

Vergangenen Montag traf ich im Café Mozart einen Autor, der einen Roman geschrieben und bereits erfolglos mehreren Verlagen angeboten hatte. Es handelte sich um einen klassischen Krimi: Ein Mann kommt in einer psychiatrischen Klinik zu sich, nachdem er fast nackt und blutverschmiert aufgefunden worden war. Allmählich dämmert ihm, warum er dort festgehalten wird. Er war Zeuge eines Mordes aus politischen Motiven, den die Täter und deren Hintermänner vertuschen wollen.

Verlage profitieren vom Schlechtwetter

Von Bernhard Salomon

Viele Menschen lesen gerne während des Strandurlaubs und denken, dass der Buchhandel vor allem in Sachen leichte Lektüre zur heißen Jahreszeit Hochsaison hat. Neulinge unter den Krimi-Autoren drängen deshalb gerne auf einen Erscheinungstermin im Mai oder Juni, also rechtzeitig vor der Urlaubszeit. Doch sie liegen falsch, denn das Buchgeschäft läuft umso besser, je schlechter das Wetter ist.