nachrichten aus einem Buchverlag

Verzichte auf Phrasen

Spätestens bei der fünften Phrase in einem Text taucht in meinem Augenwinkel immer irgendwie der Papierkorb auf.

Warmes, flüssiges Eis

Heute fand ich in meinem E-Mail-Account ein Schreiben, das ich mir aufgehoben hatte. Ich wusste nicht mehr genau, warum, und las es noch einmal.

Die schlimmste Art, einen Krimi aufzulösen

Gute Ermittler denken über einen Fall nach und setzen Handlungen, die dazu führen, dass sie ihn lösen. Die schlimmste, und bei unverlangt eingesandten Krimis häufigste Art der Auflösung besteht darin,

Die zwei Wörter, die ich diese Woche am meisten hasse

In Manuskripten stoße ich immer wieder auf Worte, die ich einfach nicht mag.

Was nicht in Dialogen steht

Vergangenen Sonntag stand ich mit einer unserer Autorinnen auf dem Balkon ihres Hauses.

Der Schnellcheck von Romanen

Ich hatte einmal die Idee, Autoren, die mir Belletristik anboten, einfach anzurufen, bevor ich ihre Texte las. Die meisten waren ziemlich überrascht, weil ich gleich nach Manuskripteingang zum Telefon griff.

Die älteste „SMS“ der Welt

Schon die Kelten schrieben vor 1.500 Jahren gerne Kurznachrichten.

Warum es gut ist, ein Autor zu sein

Heute traf ich in der Bar des Ritz Carlton an der Wiener Ringstraße Peter Mai, einen groß gewachsenen Mann von mehr als sechzig Jahren mit dem Händedruck eines Bildhauers, der er auch ist. Als wir plauderten, fragte ich ihn, warum er trotz seiner magischen Skulpturen und Gemälde kein Star geworden wäre.

Warum Helden niemals Hans oder Schulz heißen sollten

Prüfe ich ein Manuskript, in dem der Name der Hauptfigur oder einer wichtigen Nebenfigur auf „s“ endet, wie bei Hans, oder auf „z“, wie bei „Schulz“, verdächtige ich den Autor, unerfahren oder Masochist zu sein.