nachrichten aus einem Buchverlag

Glaube nie einem Lektor

Die meisten Lektoren, die ich kenne, sind literaturbegeisterte Menschen, die das Medium Buch und die Arbeit mit Autoren über alles lieben.

Achte auf deine Inquit-Formel

Besonders Autoren mit hohem poetischem Innendruck neigen dazu, Inquit-Formeln zu vergewaltigen, und wenn ich sie darauf aufmerksam mache, wissen Sie meist gar nicht, was ich mit „Inquit-Formel“ meine. Inquit-Formeln sind die Worte, die in einer direkten

Schreiben bedeutet nicht, das zu Papier zu bringen, was das eigene Ego gerne absondern würde. Es bedeutet vielmehr, ein Publikum zu verführen, zu fesseln und zu überraschen. Da dieses Publikum beim Schreiben nicht anwesend ist, gilt es, einen inneren virtuellen Leser zu entwickeln und seinen Bedürfnissen das eigene Ego und alles, was es so gerne absondern würde, unterzuordnen.

Formuliere immer aktiv und verzichte auf das Wort „man“.

Schöne Sprache entsteht nicht durch die Wahl schöner Worte und das Formulieren schöner Sätze. Sie entsteht, wenn ein Autor weiß, wovon er schreibt, und wenn er dabei schlechte Sprache vermeidet. Schlechte Sprache zu vermeiden ist relativ einfach.
Ich schätze, dass es ungefähr 25 Dinge sind, deren Vermeidung schlechte Sprache zu schöner Sprache macht, oder zumindest

Das Problem der Klasse für Schreibkunst an der Wiener Hochschule für angewandte Kunst

Anders als in den USA oder in Deutschland, in denen gute Schreibschulen gute Autoren und Bestsellerautoren hervorbringen, gilt in Österreich die Kunst des Schreibens als quasi nicht erlernbar.

Warum der schwule beste Freund nervt

In siebzig Prozent der unverlangt eingereichten Frauenromane kommt ein schwuler Freund vor, oft ein Nachbar, zu dem die Heldin in ihren dunklen Stunden mit bereits verschmierter Schminke eilt, um dort erst so richtig loszuheulen.

Erzähle keine Lebensgeschichte

Es gibt Momente, in denen ich Verständnis für jene „Verlage“ aufbringe, die von Autoren für Manuskriptprüfungen Geld verlangen.

Manuskriptprüfung ohne Lesen

Ein kurzer Blick auf eine Manuskriptseite kann viel darüber sagen, ob das Manuskript lesenswert ist oder nicht.

Pathos kommt vom mangelnden Vertrauen meist unerfahrener Autoren in die Kraft ihrer Texte und von ihrer mangelnden Fähigkeit oder Bereitschaft, diese Kraft durch die zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten der Sprache zu verstärken.