nachrichten aus einem Buchverlag

Das Medium Buch gewinnt an Bedeutung

Wann immer ich mit unseren Vertriebsleuten, Buchhändlern oder Druckern spreche, beklagen sie in wiederkehrenden Phrasen und Stimmlagen die rückläufigen Umsätze mit Sachbüchern. Es wird immer schwieriger, sagen sie, das Sachbuch verliert an Bedeutung, vielleicht verschwindet es ganz. Es wundert mich immer, wie sich diese Menschen, die sich ja beruflich und oft darüber hinaus mit dem Buch befassen, so irren können.

Wie Verleger beim Autorenhonorar sparen

Jüngst im Café Museum erzählte mir ein erfolgreicher deutscher Verleger, wie er mit einem Trick beim Autorenhonorar seine Rendite verbessert: Autoren sind es gewohnt, mit Verlegern ihren Anteil am Umsatz mit ihrem Buch zu verhandeln.

Verzichte auf die Formulierung „beginnt zu“

Eine der wiederkehrenden Wortkomobinationen, die unverlangt eingesandten Manuskripten wie eine lästige Hautkrankheit anhaftet, lautet „beginnt zu“. Jemand beginnt zu rennen, sich zu ärgern, ein Bild zu malen, einen Berg zu erklimmen, sich etwas zu fragen oder zu frieren.

Achtung! Pathosfalle

In fast allen Romanen spielen Haare eine Rolle. Zum Beispiel, weil eine Figur mit ihren Haaren etwas tut, sie glatt streicht etwa, oder weil ihre Haare eine bestimmte Farbe haben, kastanienbraun oder aschblond. Ich habe in zwei Romanen, die im Herbst 2016 bei uns erscheinen, nachgezählt:

Es gibt ein natürliches Bedürfnis der Menschen nach gut erzählten Geschichten, genauso wie es ein natürliches Bedürfnis der Menschen nach Nahrung, Wasser, Sonne, Wärme und Liebe gibt.

Was du von Schirennläufern lernen kannst

Ich arbeite derzeit mit einem wunderbaren Autor an einem Buch, in dem er autobiografisch eines der großen Themen seines Lebens abhandelt. Es geht um seine Fähigkeit, sich selbst zu mögen.

Die Pflege der Inspiration

Dieser Tage schrieb mir einer meiner Autoren eine lange Mail darüber, dass die Texte aus seiner Feder eigentlich nicht er geschrieben hat.

Künstler bitte fernbleiben

Meine Mutter liebte schon immer die Literatur. Sie war vorübergehend Buchhändlerin, und wenn wir Karten spielten, dann  oft das Dichter-Quartett. So ab der Pubertät las ich gerne die Rororo-Monographien der berühmtesten Schriftsteller.

Socializing mit Verlegern

Über Vermittlung eines meiner Autoren kontaktierte mich ein pensionierter Journalist, der einen Krimi geschrieben hatte. Nach Lektüre seines Exposés bat ich ihn, mir das Manuskript zu senden, worauf er mich zum Essen einlud.