nachrichten aus einem Buchverlag

Das Konkrete und das Unerwartbare

Von Bernhard Salomon

Ich arbeitete mit einer Autorin an einer Textpassage, in der die Hauptfigur ein Problem in der Küche entdeckte. Der Geschirrspüler lief über und der Boden war nass. „Ich kam aus einem der anderen Zimmer in die Küche und stand knöcheltief im Wasser“, hatte sie geschrieben. Unser Plan bestand nun darin, das Ganze besser zu inszenieren, weil die Szene später Bedeutung erlangen würde.

Stimmen in meinem Kopf

Die Grenzen Ihrer Sprache sind die Grenzen Ihrer Figuren. Mit dem letzten Blogeintrag habe ich Ihnen ein kleines Nachschlagewerk für die Grundzüge der Figurenentwicklung präsentiert. Diesmal möchte ich auf ein Thema eingehen, das zu dieser Entwicklung ganz entscheidend beiträgt: die Dialoge.

Von Maximilian Hauptmann

Schreiben auf der roten Couch

Jede Geschichte braucht einen Helden. Leser wollen keine Langweiler, die ihren Alltag dokumentieren als wäre er eine Steuererklärung. Eine Figur muss sich entwickeln, verändern, Hürden überwinden und Erkenntnisse gewinnen. Ein umfangreiches Wissen um das menschliche Gefühlsspektrum ist als Autor notwendig; ich möchte Ihnen heute zeigen, wo Sie dieses Wissen finden können.

Von Maximilian Hauptmann

Überzeugen mit einem Wort

Eine Formulierung wie ein Qualitätssiegel

Von Bernhard Salomon

Stephen King

Durch die Hölle gehen

Nachdem ich letzte Woche geschrieben habe, wie Sie ein geeignetes Thema für Ihr Buch finden können, möchte ich Ihnen dieses Mal einige Schreibregeln näherbringen. Ich möchte einen kleinen Blick in das notwendige Instrumentarium werfen, über das ein Schriftsteller verfügen sollte.

Von Maximilian Hauptmann

500 Millionen Seiten Schrott

In den Foren, in denen Autoren auf der Suche nach Verlagen miteinander diskutieren, sind die Rollen klar verteilt: Autoren sind unerkannte Genies, die einer Meute arroganter Verlage gegenüber stehen. Während die Autoren strampeln, um einen Vertrag zu kriegen, wählen die Verlage selbstgerecht aus den ihnen dargebotenen Manuskripten.

Der Sinn der Ochsentour

Als ich selbst noch Romane schrieb, organisierte mein Agent einen Lese-Termin im Café der Thalia-Filiale St. Pölten für mich. Als ich anfing, war das Café halb gefüllt mit Gästen, die nicht wegen mir gekommen waren, sondern um in Ruhe Kaffee zu trinken. Nach und nach zahlten und gingen sie, bis ich nur noch eine Zuhörerin hatte. Ich war so dankbar für ihr Ausharren, dass ich ihr am Ende ein Buch schenken wollte. Doch sie schüttelte den Kopf. „Nix, nix“, sagte sie. „Ich nix deutsch.“

„Literatur ist der Friedhof der verpassten Gelegenheiten und der ungehörten Rufe.“

Milan Kundera

 

aus: „Dein Weg zum Roman

von Andreas Schuster