nachrichten aus einem Buchverlag

Achtung! Pathosfalle

In fast allen Romanen spielen Haare eine Rolle. Zum Beispiel, weil eine Figur mit ihren Haaren etwas tut, sie glatt streicht etwa, oder weil ihre Haare eine bestimmte Farbe haben, kastanienbraun oder aschblond. Ich habe in zwei Romanen, die im Herbst 2016 bei uns erscheinen, nachgezählt:

Es gibt ein natürliches Bedürfnis der Menschen nach gut erzählten Geschichten, genauso wie es ein natürliches Bedürfnis der Menschen nach Nahrung, Wasser, Sonne, Wärme und Liebe gibt.

Was du von Schirennläufern lernen kannst

Ich arbeite derzeit mit einem wunderbaren Autor an einem Buch, in dem er autobiografisch eines der großen Themen seines Lebens abhandelt. Es geht um seine Fähigkeit, sich selbst zu mögen.

Die Pflege der Inspiration

Dieser Tage schrieb mir einer meiner Autoren eine lange Mail darüber, dass die Texte aus seiner Feder eigentlich nicht er geschrieben hat.

Künstler bitte fernbleiben

Meine Mutter liebte schon immer die Literatur. Sie war vorübergehend Buchhändlerin, und wenn wir Karten spielten, dann  oft das Dichter-Quartett. So ab der Pubertät las ich gerne die Rororo-Monographien der berühmtesten Schriftsteller.

Socializing mit Verlegern

Über Vermittlung eines meiner Autoren kontaktierte mich ein pensionierter Journalist, der einen Krimi geschrieben hatte. Nach Lektüre seines Exposés bat ich ihn, mir das Manuskript zu senden, worauf er mich zum Essen einlud.

Glaube nie einem Lektor

Die meisten Lektoren, die ich kenne, sind literaturbegeisterte Menschen, die das Medium Buch und die Arbeit mit Autoren über alles lieben.

Achte auf deine Inquit-Formel

Besonders Autoren mit hohem poetischem Innendruck neigen dazu, Inquit-Formeln zu vergewaltigen, und wenn ich sie darauf aufmerksam mache, wissen Sie meist gar nicht, was ich mit „Inquit-Formel“ meine. Inquit-Formeln sind die Worte, die in einer direkten

Schreiben bedeutet nicht, das zu Papier zu bringen, was das eigene Ego gerne absondern würde. Es bedeutet vielmehr, ein Publikum zu verführen, zu fesseln und zu überraschen. Da dieses Publikum beim Schreiben nicht anwesend ist, gilt es, einen inneren virtuellen Leser zu entwickeln und seinen Bedürfnissen das eigene Ego und alles, was es so gerne absondern würde, unterzuordnen.