nachrichten aus einem Buchverlag

Die Blindübung: Erzählen mit der inneren Mitte

(Von Bernhard Salomon, Verleger)  Vor kurzem traf ich in Linz einen Tänzer, der sein Fach an der Anton-Bruckner-Universität lehrt und mir den Kern seines Unterrichtes verriet.

Der Autor als Experte

(Von Maximilian Hauptmann, Lektor)  Heutzutage hat jeder eine Meinung.

Erfundene Wahrheiten

(Von Maximilian Hauptmann, Lektor) Eine Frage, die sich angehende Autoren oft stellen, lautet: Wie viel autobiographisches Material soll, kann oder darf ich verwenden? Wo hört der Einfallsreichtum auf, wo beginnt die Realität? Ist zum Beispiel ein Buch über einen Roadtrip oder ein Familiendrama realistischer als ein Thriller oder eine Utopie? Was bedeutet das eigentlich – realistisch erzählen?

Die Liebe zum Leser

(Von Maximilian Hauptmann, Lektor) In der Literatur ist keine Versuchung so groß wie die der Selbstverwirklichung. Schreiben bedeutet für viele sich zu befreien, sich mitzuteilen, das Innerste nach außen zu kehren. Sie haben als Autor dennoch eine Verantwortung gegenüber Ihrem Leser – warum, lesen Sie hier.

Wie die großen Buchhandelsketten heimlich Amazon unterstützen

(Von Bernhard Salomon, Verleger)  Buchhandlungen sind für mich spirituelle Orte. Wahre Erfüllung scheint mir darin zu bestehen, alle dort sichtbaren Bücher mindestens einmal gelesen und ihren Inhalt aufgenommen zu haben.

Jugendsünden

(Von Maximilian Hauptmann, Verleger) Pro Woche prüfe ich ungefähr drei bis vier Manuskripte, viele stammen von Jungautoren. Interessant ist, dass ich bei fast allen ähnliche Fehler finde. Zwei der häufigsten, weil natürlichsten, möchte ich Ihnen heute näherbringen.

Es kommt auf die ersten drei Absätze an

(Von Bernhard Salomon, Verleger) Die ersten dreißig Seiten müssen überzeugen, heißt es. Wenn ein Buch Leser bis dahin nicht fesselt, legen sie es wieder weg. Was bedeuten würde, dass Autoren bei ihren Manuskriptangeboten vor allem auf diese ersten dreißig Seiten achten müssen. Doch das stimmt so eigentlich nicht. Ganz besonders stimmt es nicht für Autoren, die noch keiner kennt.

Stil ist die Funktion des Inhalts

(Von Maximilian Hauptmann, Lektor) Viele Menschen beginnen mit dem Schreiben, weil sie eine Geschichte zu erzählen haben. Oft wissen sie aber nicht, wie sie diese Geschichte erzählen sollen (das muss kein Problem sein, wie sie hier lesen können). Noch schwieriger wird es jedoch, wenn der umgekehrte Fall eintritt – wenn sich also Autoren sicher sind, auf welche Art sie erzählen wollen – ohne zu wissen, was.

Auf einmal geht es um etwas

(Von Bernhard Salomon, Verleger) Vor zehn Jahren legte mir ein damals 22-jähriger Autor ein Manuskript vor, das eine eigenartige Wirkung auf mich hatte. Ich wusste nicht genau, wovon es handelt, aber der Text hatte ein Charisma, das ich mir nicht erklären konnte. Ich glaubte an diesen Autor und arbeitete mit ihm.