„Wie können wir dafür PR machen?“, lautet eine der Fragen, die sich Verlage stellen, wenn sie dein Manuskript beurteilen. Sie wollen verstehen, warum gerade dein Buch medienrelevant ist. Wenn du einen Tatsachenroman schreibst, tust du dir besonders leicht, diese Frage zu beantworten.

Ein Tatsachenroman funktioniert technisch wie jeder andere Roman. Ein Protagonist, ein Antagonist, ein Konflikt, der eskaliert, ein großer Wendepunkt kurz nach dem Anfang und ein zweiter kurz vor dem Schluss. Nur ist die Geschichte eben wahr, was unter anderem den Vorteil mit sich bringt, dass du dich bei der Recherche in vorgegebenen Bahnen bewegen kannst.

Die Wahl des Stoffes bleibt trotzdem entscheidend. Die wahre Geschichte eines Mordes wirst du besser verkaufen als die wahre Geschichte deines Großvaters, der seinen Kleingarten in ein Wochenendparadies verwandelt (obwohl das auch sehr spannend sein kann).

Einer der ersten Tatsachenromane mit Weltruhm war Truman Capotes „Kaltblütig“, in dem er die Geschichte des Mordes an einer Familie aus Kansas (USA) erzählt.

Wie spannend Tatsachenliteratur sein kann, kannst du unter anderem auch bei der Lektüre von Paul Austers Kurzgeschichtensammlung „Ich dachte, mein Vater sei Gott“ feststellen.

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