Du kennst bestimmt die „Ha!“-Momente beim Schreiben. Deine Figur sagt einen perfekten Satz, dir ist eine Zwischenpointe gelungen oder ein kleiner Kreis schließt sich auf befriedigende Weise. In so einem Moment drängt sich dir das Bedürfnis auf, zweimal „Enter“ zu drücken. Du bist verleitet, deine eben erbrachte Leistung mit einer Leerzeile zu feiern, dich damit quasi auf ein Podest zu stellen. Tu es nicht. Für dich als Autor wirkt das zwar befriedigend, deine Leser stolpern aber darüber. Leerzeilen unterbrechen den Lesefluss. Wenn ein Manuskript auf den ersten Blick auffallend viele enthält, habe ich schon erste Zweifel an der Professionalität eines Autors. Angebracht sind Leerzeilen etwa bei Perspektivenwechseln oder Einschüben anderer Textformate wie zum Beispiel Briefe.

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