Gestern Abend hat es noch funktioniert: Ein Satz nach dem anderen. Kein Problem. Du hattest Spaß. Doch heute setzt du dich an den Schreibtisch und nichts bewegt sich. Du findest den Zugang zu deiner eigenen Geschichte nicht mehr. Du holst dir deinen dritten Kaffee, raufst dir die Haare, grübelst. Der Schwung fehlt.

Für dieses Problem hat Ernest Hemingway eine simple Lösung gefunden. Sie funktioniert ungefähr nach dem altbekannten Motto: „Hör dann auf, wenn es am schönsten ist“.

Hemingway rät dir, dann mit dem Schreiben aufzuhören, wenn vor dir ein leichtes Stück liegt. Ein leichtes Stück erkennst du daran, dass du über dessen Handlung genau Bescheid weißt. Der nächste Schritt in deinem Buch sollte, bevor du für den Tag aufhörst, nicht ins Ungewisse führen. Wenn du nicht mehr weiterkommst, ist es bereits zu spät zum Aufhören.

Mit einer klaren Vorstellung der nächsten Handlung kommst du beim nächsten Mal am einfachsten wieder in deinen Fluss. Und wenn du mal in Schwung bist, verkraftest du die nächsten Hürden auch besser.

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