Vergangenen Freitag wartete ich am Wiener Hohen Markt vor einem Termin auf eine Kollegin und entdeckte dabei im Eingang eines geschlossenen Ladens ein hingeworfenes Leihrad. Ich dachte: Was wäre, wenn es in einer Stadt zwei Leihradfirmen gäbe, wenn die eine die andere mit unlauteren Mitteln bekämpfen würde, zum Beispiel indem sie nachts deren Räder demolieren lässt?

Wenn ich das als Krimiplot nehmen würde, könnte ich die Leihrad-Branche recherchieren, dachte ich, was sicher interessant wäre. Als Motiv eines Mordes in diesem Milieu dürfte sich am Ende nicht der Konkurrenzkampf zwischen den beiden Firmen herausstellen, das wäre langweilig. Ich hätte Lust auf diesen Stoff gehabt, bloß weiß ich nach sechs Romanen, die ich bei Ullstein, Emons und Middelhauve publiziert habe, dass ich kein Autor sondern Verleger bin. Trotzdem gibt es Tage, an denen sich mir an jeder Ecke ein guter Stoff anzubieten scheint. Also, wenn du Autor werden willst, dann halt einfach die Augen offen und mach etwas daraus!

TEILEN: Share on FacebookTweet about this on TwitterGoogle+Email to someone