Im deutschsprachigen Raum machen Rothaarige zwei Prozent der Bevölkerung aus, nicht so in den literarischen Werken, die ich auf den Tisch bekomme. Ich habe nie nachgezählt, aber gefühlt liegt ihr Anteil hier bei etwa dem Zehnfachen. Autoren können nur selbst wissen, welche Haarfarbe ihre Figuren haben, doch als Schreibhilfe hier eine Gebrauchsanweisung für rothaarige Figuren.

Rote Haare werden im Alter blasser und manchmal silbrig, aber nicht grau. Sie halten stärker an ihren Pigmenten fest und lassen sich deshalb schwer färben. Wer rote Haare hat, hat meist wenige, dafür sind sie dicker. Rothaarige haben ein anderes Schmerzempfinden. Sie reagieren stärker auf Temperaturunterschiede und sind resistenter gegenüber Druck- und Stichschmerzen. Dass Rothaarige stärker und entschlossener sind, ist ein Klischee. Zumindest ist es nicht erwiesen, und Vorsicht bei Rothaarigen mit blauen Augen: Sie bilden in Sachen Pigmentierung die kleinste Minderheit der Welt.

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