(Von Bernhard Salomon, Verleger)  Ein großer Wortschatz macht Texte vor allem deshalb besser, weil sich Autoren damit gewandter in der Flut der Inspiration bewegen können.

Sie müssen nicht erst mit Worten ringen, um zu schreiben,  was gerade geschrieben gehört, und können sich treffender ausdrücken. In meinen ersten Jahren als Berufsautor wurde mir das klar, weshalb ich meinen Wortschatz trainierte, mit einer einfachen Übung, die Spaß macht.

 

Ich konzentrierte mich beim Lesen von Büchern und Zeitungen auf Worte, die nur Teil meines passiven Wortschatzes waren, oder die ich gar nicht kannte. Die schrieb ich in einem Notizbuch untereinander wie in einem Vokabelheft. Bevor ich selbst einen Text verfasste, überflog ich das Notizbuch und versuchte, Worte daraus zu verwenden. Mit der Zeit verinnerlichte ich einen Teil der Worte. Mein Wortschatz wuchs.

 

Das Buch mit den meisten Wörtern, die ich gar nicht oder nur passiv kannte, war übrigens „Wassermusik“ von T. C. Boyle, in der Übersetzung von Werner Richter.

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