Bernhard Aichner gehört seit kurzem zu den Autoren, vor denen ich Respekt habe, ohne je ein Buch von ihnen gelesen zu haben. Das liegt an der demnächst erscheinenden Kronenzeitung-Sonderausgabe Verbrechen, in der die Herausgeberin Martina Prewein Mordfälle analysiert, und die ich schon vorab lesen durfte.

Hinten gibt es immer ein Interview mit einem Krimi-Autor. Diesmal erzählt dort Aichner, woher er sein umfangreiches Wissen über das Bestattungswesen für seine Roman-Trilogie rund um Brünhilde Blum hat („Totenfrau“, „Totenhaus“ und „Totenrausch“). Bevor die erste Zeile geschrieben war, hat er zu Recherchezwecken eine Weile als Bestatter gearbeitet.

Wenn die erste Email-Zeile deines Manuskriptangebotes an einen Verlag lautet: „Ich habe drei Monate lang als Tatortreiniger gearbeitet, denn mein Thriller handelt von diesem Gewerbe“, wird dein Buch für Verleger und Lektoren schon einmal ziemlich attraktiv sein. Wenn du diese Recherchearbeit tatsächlich geleistet hast, wird dein Roman auch dementsprechend überzeugend sein.

TEILEN: Share on FacebookTweet about this on TwitterGoogle+Email to someone