(Bernhard Salomon, Verleger) Als ich, früher als Autor, meinen ersten Spannungsroman schrieb, wandte ich mich damit nicht an Verlage, sondern an Agenten. Ich ging die Liste der Agenten im „Handbuch für Autorinnen und Autoren“ durch, schickte mein Manuskript an jene, die infrage kamen, und fand Georg Simader (copywrite.de), der ziemlich genau weiß, was er tut.

Nach wenigen Wochen hatte er ein Angebot des Regionalkrimi-Verlages Emons, das ich ihn anzunehmen bat, doch er winkte ab. Tatsächlich erschienen meine nächsten beiden Romane bei Ullstein, und dass sie am Ende nicht gut genug waren, um großen Erfolg zu haben, war nicht Simaders Schuld.

Denk also auch an die Agenten, wenn du deinen Roman anbietest. Viele von ihnen sind Profis mit großem Wissen über die Verlagsbranche. Einige nehmen keine neuen Autoren mehr an, aber bei vielen ist das Interesse, dein Manuskript auch zu lesen, größer, als bei den Verlagen. Schließlich ist es Teil ihres Geschäftsmodells, Autoren zu entdecken und zu vermitteln.

Agenten haben allerdings auch Nachteile. Du bezahlst 15 bis 25 Prozent deines Autorenhonorars an sie (wenn sie vorab von dir Geld wollen, vergiss sie gleich wieder). Diesen Anteil an deinem Honorar sind sie aber oft schon deshalb wert, weil sie bessere Konditionen für dich herausholen können als du selbst.

Andererseits kannst du mit Agenten Zeit verlieren, denn es macht wenig Sinn, ein Manuskript zuerst selbst anzubieten und dann noch einen Agenten damit zu beauftragen. Besonders gefährlich ist das, wenn du weniger Glück als ich mit Simader hast und bei einem schlechten Agenten landest. Dann hast du einen Exklusivvertrag mit ihm abgeschlossen, kannst selbst nichts mehr tun und sitzt in der Falle.

Deshalb ist es bei Agenten besonders wichtig, dich sehr genau über sie zu informieren. Auf der Homepage der meisten steht eine Liste der Autoren, die sie vertreten, aber lass dich auch davon nicht blenden. Da stehen oft große Namen, den die betreffende Agentur aber in Wirklichkeit nur in unbedeutenden Bereichen betreut oder irgendwann betreut hat. Eine gute Internetrecherche reicht trotzdem meist, um dir ein Bild zu machen.

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