Mir waren als Journalist, Ghostwriter, Autor und Verleger Rechtschreibfehler immer ziemlich egal. Dafür gibt es eine Korrektur, dachte ich immer und denke ich noch. Gestern hörte ich Maximilian Hauptmann, den Lektor, der am Schreibtisch mir gegenüber sitzt, beim Lesen eines Manuskriptes ächzen. „Wenn du ein Buch schreibst, dann stehst du damit auf und gehst damit schlafen“, sagte er. „Wie kann es sein, dass da so viele Rechtschreibfehler drin sind? Entweder ist der so beschränkt, dann kann er kein Buch schreiben, oder es ist ihm so egal, dann kann er auch keins schreiben.“ Da hat er auch wieder recht, finde ich, ich würde es nur anders ausdrücken: Es gibt bei zulässigen Rechtschreibfehlern eine Obergrenze.

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