Er herrscht in den Manuskripten von Anfängern und Profis fast gleichermaßen, und selbst in denen von überzeugten Pazifisten oder politisch korrekten Autoren, die ihre Texte um jeden Preis gendern: der Krieg. Jemand rüstet sich für etwas, geht in die Offensive, kämpft an vorderster Front, bezieht Stellung, tut etwas im Eifer des Gefechtes oder es rollen die Köpfe.

Zwei Weltkriege haben einen Beitrag zu unserem Wortschatz geleistet, den wir jetzt nicht mehr so leicht loswerden. Ich will gar nicht anfangen mit „achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen“. Diese Kriegsrelikte in unserer Sprache sind phrasenhaft, und dies auf besonders unangenehme Weise. Beim Lesen sind sie, oft unbewusste, negative Impulse. Sie gehören deshalb in die Liste jener Dinge, die jeden Text durch ihre Abwesenheit besser machen.

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