nachrichten aus einem Buchverlag

Warum der erste Absatz deines Erstlings besonders wichtig ist

(Von Bernhard Salomon, Verleger)  Viele kluge Menschen philosophieren viel über den ersten Absatz von Büchern, doch es gibt einen ganz pragmatischen Grund, warum der besonders stark sein muss, vor allem dann, wenn es sich um deinen Erstling handelt. Dieser Grund hat etwas mit der Zielgruppen-Kommunikation von Verlagen zu tun.

Die Amazon-Zahl des freien Marktes

Es hat einen Grund, weshalb Bestseller immer öfter von kleineren oder mittleren Verlagen kommen, und weniger von den großen. Das hat nicht nur damit zu tun, dass die kleinen und mittleren ihre Autoren besser betreuen und sich für jedes ihrer vergleichsweise wenigen Bücher mehr einsetzen. Es hat auch mit einer Zahl zu tun, die, laufend aktualisiert, auf der Amazon-Seite jedes Buches unter „Produktinformation“ nachzulesen ist: Der Amazon Bestseller-Rang.

Acht Möglichkeiten, einen Roman zu vermarkten

Als ich noch selbst Romane schrieb, fragte ich meine Lektorin bei Ullstein, warum der Verlag keine nennenswerte Pressearbeit für meine Bücher macht. „Weil es eigentlich nichts bringt“, sagte sie. „Was bringt dann etwas?“, fragte ich sie. Sie dachte eine Weile nach. „Vielleicht Lesungen, aber ich weiß es nicht genau“, sagte sie. „Manche Romane setzen sich durch, andere nicht.“ Wenig später machte sie Karriere und wurde eine mächtige Frau im deutschen Verlagswesen.

Der fade Hype um das E-Book

Vor vier Jahren, als die Propagandisten des E-Books das Ende des gedruckten Buches ankündigten, traf ich mich mit den Chefs des großen deutschen Buch- und E-Book-Logistikers Brocom im Wiener Café Mozart. „Was mache ich falsch?“, fragte ich sie. „Alle reden vom Boom der E-Books, während bei uns sein Anteil am Gesamtverkauf bei weniger als einem Prozent liegt.“

Österreichs merkwürdige Bestsellerlisten

Fast alle österreichischen Bestsellerlisten basieren auf den Meldungen ausgewählter Buchhandlungen an das jeweilige Medium.

Die Büchertische bei Thalia

Heute fragte mich eine Autorin, die bei einem anderen Verlag erfolglos publiziert hat, ob es stimmt, dass Verlage bei Thalia für eine Platzierung ihrer Bücher auf den guten Tischen bezahlen müssen.